Wolf Biermann - © Thorsten Jander

Wolf Biermann

Wolf Biermann, geboren am 15. November 1936 in Hamburg, ist der Sohn eines kommunistischen Werftarbeiters, der 1943 im KZ Auschwitz ermordet wurde. 1953 übersiedelte Biermann in die DDR. Ab 1965 wird ein totales Auftritts- und Publikationsverbot über ihn verhängt, sowie eine Ausreisesperre nach Ost und West. Als ihm 1976 eine Tournee durch die Bundesrepublik genehmigt wird, ist das erste Konzert in Köln der Vorwand, ihn wegen "Staatsfeindlichkeit" aus der DDR auszubürgern. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Friedrich-Hölderlin-Preis, den Heinrich-Heine-Preis, den Nationalpreis und den Georg-Büchner-Preis. Wolf Biermann lebt mit seiner Frau in Hamburg. Werke: Die Lyrikbände Die Drahtharfe (1965), Mit Marx- und Engelszungen (1968), Deutschland. Ein Wintermärchen (1971), Verdrehte Welt, das seh’ ich gern (1982), Affenfels und Barrikade (1986); die Schallplatten Wolf Biermann (Ost) zu Gast bei Wolfgang Neuss (West) (1965), Es gibt ein Leben vor dem Tod (1976), Der Friedensclown (1977), Eins in die Fresse, mein Herzblatt (1980), Die Welt ist schön (1985), Paradies uff Erden (1999), Elf Entwürfe für meinen Grabspruch (2003), Das ist die feinste Liebeskunst. 40 Shakespeare Sonette (2004).